Global denken - lokal handeln

Das Miteinander steht stets im Vordergrund. Bei den auf den Biohöfen arbeitenden Menschen – Bauern, Gärtner, Käser, Auszubildende, Praktikanten – bei interessierten Besuchern oder Kooperationspartnern im Vertrieb genießt der Erfahrungs- und Gedankenaustausch sowie ein achtsamer Umgang miteinander höchste Priorität.

Die Verantwortung, insbesondere für den Anderen, wird hier in vielfältiger Weise praktiziert. Die Heranführung junger Menschen an die biologischen Wirtschaftsweisen ist ein wichtiges Anliegen, da der Umgang mit der Natur oder das Arbeiten im täglichen und jahreszeitlichen, bäuerlichen Lebens- und Arbeitsrhythmus eine wichtige Bereicherung für die persönliche Entwicklung darstellt. Auch Menschen, die eine Auszeit von den Turbulenzen der hektischen Welt benötigen, finden bei den vielseitigen und zugleich erfüllenden Betätigungsfeldern wieder ihren Ruhepol.

Die Hofgemeinschaften haben untereinander vielschichtige Verknüpfungen. Neben dem Erfahrungsaustausch bildeten sich im Laufe der Zeit diverse Vernetzungsstrukturen, eine Maschinengemeinschaft oder der gebündelte Talhandel über den ca. 40 Bioläden und Feinkostgeschäfte beliefert werden. Auch mehrere Feste, über das Jahr verteilt und auf unterschiedlichen Höfen ausgerichtet, werden gemeinsam geplant und umgesetzt. Diese ziehen mehrere Tausend Besucher im Jahr aus näherer und weiterer Umgebung an.

Die Offenheit der Biohöfe nach außen spiegelt sich aber auch in vielen Aktivitäten außerhalb ihres Windrather Tals wieder. So wurden z. B. Beziehungen zu Schulen, Altersheimen und Kindergärten aufgebaut, die in den jeweiligen Einrichtungen durch die Biobauern gestaltet und intensiviert werden.

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Windrather Hof